Heilkräuter für Hunde und Katzen: Ein Einsteiger-Guide


Was ist eigentlich Phytotherapie genau? 
Die Geschichte der Phytotherapie
Entwicklung der synthetischen Medizin
Phytotherapie in der Veterinärmedizin Wie wirken Phytotherapeutika/Heilpflanzen?
Wie verabreiche ich Phytotherapeutika
Phytotherapie: Starke Wirkung - weniger Nebenwirkungen
Bei welchen Beschwerden hilft Phytotherapie für Tiere? 
Wie schnell wirken Phytotherapeutika/Heilpflanzen?
Wichtig zu wissen über die ersten Schritte in der Phytotherapie

 
Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen – das sagt schon eine alte Volksweisheit. Die Phytotherapie, die wohl älteste aller Therapieformen. Seit Jahrtausenden nutzen Menschen die Heilkraft von Pflanzen – für sich selbst und für ihre Tiere. Doch was genau steckt hinter der Phytotherapie? Wann kann sie helfen, und wo liegen ihre Grenzen? In diesem Artikel erfährst du alles über die Wirkung von Heilpflanzen für Tiere, ihre Anwendungsmöglichkeiten an Hunden und Katzen und warum sie eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin ist.

 


Was ist eigentlich Phytotherapie genau?

„Phyto“ bedeutet Pflanze und „Therapie“ bedeutet Behandlung. Das heißt Phytotherapie ist die Behandlung mit Pflanzen, auch die sogenannte Pflanzenheilkunde. Es werden Krankheiten mit Zubereitungen aus Heilpflanzen behandelt. Zu den Präparaten der Phytotherapie können Heilpflanzentees gehören, aber auch Bäder, Umschläge, Inhalationen und Wickel sowie Kapseln, Tabletten, Tropfen und Zäpfchen aus Pflanzenextrakten.

In der Phytotherapie nimmt man Pflanzen und Pflanzenteile wie Blätter, Blüten, Rinden, Wurzeln, Samen. Die in der Phytotherapie angewendeten Präparate nennt man Phytotherapeutika bzw. Phytopharmaka. Getrocknete Pflanzenteile, die in der Regel das Ausgangsmaterial für pflanzliche Arzneimittel sind, werden auch als „Droge“ bezeichnet. Phytotherapie ist die Medizin, die auf naturwissenschaftlicher Basis erfolgt. Phytotherapeutika kann man als Tee, Tinktur, Salben, Extrakte, Kapseln, Nahrungs- oder Futterzusatz verabreichen. Wir, von Kräutereck, haben uns auf die Eingabe mittels Kapseln und Tees spezialisiert. Diese Darreichungsform wird von unseren Haustieren sehr gut vertragen und auch akzeptiert.

 Eine weitere heute gängige Definition beschreibt Phytotherapie als eine Methode:

 ·       die bei der Behandlung und Prävention von Krankheiten ausschließlich Produkte anwendet
·       die aus pflanzlichen Ausgangsstoffen hergestellt werden
·       und dabei medizinisch-naturwissenschaftlichen Grundsätzen folgen

Unter Phytotherapie versteht man auch die Pflanzenheilkunde, bei der nachweislich wirksame Endprodukte aus Pflanzen hergestellt werden.

 

Die Geschichte der Phytotherapie

Seit jeher hat die Anwendung von Heilpflanzen eine lange Tradition. Seit Urzeiten dient sich die Heilkunde der Pflanzentherapie, vom Einsatz der Naturheilmittel, die seit jeher als eitriger Bestandteil der medizinischen Behandlung gilt, um Beschwerden zu lindern und Krankheiten zu heilen. Das Wissen darüber ist viel älter als wir denken und gehört quasi zu unserer Evolutionsgeschichte.

Die ältesten historischen Aufzeichnungen über Heilpflanzen sind 6.000 Jahre alt und in Keilschrift erhalten. Sie wurden am Persischen Golf auf Tontafeln gefunden.

Bereits 3000 Jahre v. Chr. Dokumentierte Zivilisationen wie die Sumerer, Ägypter, Chinesen und Inder Pflanzen als Heilmittel zu verwenden. Aus dem antiken Ägypten stammt ein Papyrus, auf dem über 600 Pflanzen und ihre Anwendungsbereiche verzeichnet wurden. Das erste Kräuterbuch entstand 3000 v. Chr. in China und listet rund 1000 Heilpflanzen auf.

Die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, nutzt Heilkräuter seit über 3000 Jahren. Das Werk „Shennong Ben Cao Jing“ (ca. 200 v. Chr.) beschreibt hunderte Heilpflanzen wie Ginseng, Ingwer und Süßholz. Diese werden auch heute noch in der Naturheilkunde verwendet. 
Das Ayurveda , ein Medizinsystem mit über 5000 Jahren Geschichte, nutzt Pflanzen wie Kurkuma, Neem und Ashwagandha zur Gesunderhaltung. Ihr Wissen wurde in Sanskrit-Schriften wie der „Charaka Samhita“ überliefert.
Hippokrates , bekannt als „Vater der Medizin“, beschäftigte sich 500 v. Chr. Ebenso mit Kräutern wie der Arzt Dioskorides, dessen medizinisches Lehrbuch aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Chr. Chr. Chr. lange als Grundlage für Kräuterkundler galt.
Mönche , besonders Benediktiner, vermittelte eine wesentliche Rolle in der Pflanzenheilkunde und pflegte das Wissen um Heilkräuter weiter. Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen (1098–1179) und Paracelsus (1493–1541) prägten die Pflanzenheilkunde nachhaltig. Sie führten die Signaturen-Lehre ein, die besagt, dass das Aussehen der Pflanze auf ihre Heilwirkung schließen ließe. Klostergärten waren und sind auch heute wichtige Zentren der Naturmedizin, wie zum Beispiel das Kloster Aich in Salzburg.

So verordnete beispielsweise Hippokrates, Granatapfelsaft zur Senkung von Fieber.
Die alten Ägypter setzen Hanf als Heilpflanze zur Linderung von Schmerzen ein. Ein anderes, antikes Schmerzmittel wurde aus der Kräuterpflanze Dill gewonnen. Zu Zeiten der Gladiatorenkämpfe im alten Rom rieben sich Gladiatoren mit Öl aus Dill ein, um Schmerzen vorzubeugen.

 

Entwicklung der synthetischen Medizin

Ab dem 19. Jahrhundert begann man, einzelne Wirkstoffe aus Pflanzen gezielt zu isolieren – ein Beispiel ist Aspirin, das aus der Weidenrinde gewonnen wurde. Durch ihre definierte und belegbare Wirksamkeit kam es zur überwiegenden Verordnung von synthetischen Arzneimitteln und die Phytotherapie wurde in den Hintergrund gerückt. Aber auch wenn die Behandlung mit Naturheilmitteln und Naturheilverfahren sowie deren Erforschung abnahm, blieben sie an einigen Universitäten und anderen klinischen Institutionen, vor allem aber in der Praxis, ein wichtiger Bestandteil in der konventionellen Medizin.

Zwischenzeitlich wurde erkannt, dass der medizinische Fortschritt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überproportional der Akutmedizin zugute kam, nicht aber dem großen Anteil der chronisch erkrankten Patienten, wo wir ärztlicherseits die Phytotherapie dringend benötigen. Heutzutage wird die Phytotherapie in der Schulmedizin wieder immer mehr angewendet. Sie wird sehr breit auf gesicherter wissenschaftlicher Grundlage eingesetzt, wie zB die Verordnung von Fencheltee nach abdominellen Eingriffen oder Johanniskraut bei leichten bis mittelschweren Depressionen.

Heute verbindet die Phytotherapie wissenschaftliche Forschung mit traditionellem Wissen, um Heilpflanzen gezielt und wirksam in der Medizin einzusetzen.

 

Phytotherapie in der Veterinärmedizin

Die Geschichte der Behandlung von Tieren begann mit der Domestikation von Wildtieren. Dabei ist die Entscheidung eingesetzter Pflanzen auf die Beobachtung der Tiere zurückzuführen. Vom Wohlbefinden dieser Tiere hängt das Schicksal der Menschen ab. Schon um 1850 v. Chr. wird im ältesten Zeugnis der Schrift der Tierheilkunde beschrieben, wie Heilpflanzen für Einreibungen und Räucherungen bei Rindern zu benutzen sind. 

Heilpflanzen haben in der europäischen Tierheilkunde eine lange Tradition. Viele werden seit Jahrhunderten mit gleicher Indikation angewendet.

Häufig fordern Tierbesitzer, die mit der Phytotherapie bei sich selbst bereits gute Erfahrungen sammeln konnten, für ihr Tier diese Art der Therapie. Besonders dann wird diese Therapieform interessant, wenn Standardtherapien nicht mehr greifen, die Antibiotika-Therapie nicht mehr anschlägt, die Infektions-Anfälligkeit steigt, allergische Reaktionen, unerwünschte Nebenwirkungen oder Medikamenteninteraktionen auftreten. Vor allem bei alten oder mehrfach erkrankten Patienten ist die Phytotherapie eine gute Wahl.

Heilkräuter erleben gerade eine Renaissance als Ergänzungsfuttermittel (EFM). Seit Jahrhunderten ist bekannt, dass sich mit geringen Dosen bestimmte Heilpflanzen – meist Gewürzpflanzen – der Appetit anregen, die Verdauung unterstützen, den Heilungsprozess positiv beeinflussen lässt, und vieles mehr. EFM sind zumeist bewährte Mischungen, aus verschiedenen Pflanzen.

 

Phytotherapie oder Heilkräuter für Katzen

Über Phytotherapie für Katzen oder Heilkräuter für Katzen scheiden sich die Geister. Tatsache ist, dass Katzen einen anderen Stoffwechsel haben als Hunde und anders auf diverse Kräuter und Pflanzen reagieren. Dies muss man wissen, bevor man Katzen behandelt. Katzen sind Fleischfresser, dennoch können viele Kräuter und Pflanzen der Katze sehr gut tun und ihrem Organismus helfen. Einige Pflanzen können von Katzen nicht verstoffwechselt werden und sind daher für sie nicht verträglich oder nur in bestimmten Dosen gut verträglich. Sehr bekannte Pflanzen sind Katzengras, Katzenminze und natürlich der Baldrian, der Katzen in einen richtigen Rauschzustand versetzt. Weitere Pflanzen, die der Katze sehr gut tun, sind Johanniskraut (in der richtigen Dosierung), Lavendel, Melisse, Weißdorn, Süßholz, Kamille und viele mehr.           

Anwendung der Phytotherapie für Katzen

Man sollte beim Kauf einer Kräutermischung für Katzen immer darauf achten, dass das Produkt speziell für die Katze konzipiert ist. Achten Sie auch auf die richtige Dosierung und Anwendung. Oft muss sich der Stoffwechsel der Katzen erst an das ausgewählte Präparat gewöhnen. Wir empfehlen mit einer Einschleichdosierung zu beginnen. Das heißt im Genauen, dass eine niedrige Anfangsdosis für einen Zeitraum (ca. 1 Woche) erforderlich ist, bis man anschließend auf die gewünschte Dosierung erhöht wird. Zum Beenden der Phytotherapie wird bei manchen Präparaten ebenso empfohlen, dass man eine Ausschleichdosierung vornimmt. Auch wieder, wie zu Beginn, die Dosierung für einen Zeitraum (ca.1 Woche) reduzieren, sodass sich der Körper hier wieder langsam umstellen kann.   

Akzeptanz der Phytotherapie für Katzen

Da viele Katzen besondere Feinschmecker sind und nicht unbedingt alles essen, was man ihnen vorsetzt, könnte sich die Eingabe der Phytotherapie als schwierig gestalten. Aus diesem Grund haben wir uns überlegt, wie dieser Prozess vereinfacht werden kann. Wir verwenden spezielle Kapseln für die Katze. Diese sind kleiner als Hunde-Kapseln und haben einen Fleischgeschmack. In Eigenstudien akzepierten 95 % aller Katzen diese speziellen Kapseln problemlos.

Diese Kräuterkapseln kann man nun leicht unter das Feuchtfutter oder unter ein anderes cremiges Lebensmittel (Topfen, Joghurt, Frischkäse etc.) mischen oder eventuell zusammen mit Leckerlies (zB Schinkenrolle) verabreichen.  Jeder Katzenbesitzer kennt sein Tier am besten und weiß, wie man seinen Stubentieger am ehesten um den Finger wickelt. 

 

Phytotherapie oder Heilkräuter für Hunde

Die Phytotherapie für Hunde ist so vielseitig, da es unzählige Kräuter gibt, die man dem Hund problemlos verabreichen kann und die eine hervorragende Wirkung haben. Beispiele hierfür sind Ashwaghanda für das Immunsystem, Teufelskralle bei Schmerzen, Schlüsselblume für den Husten, Mariendistel zum Entgiften, Fenchel und Kamille zur Beruhigung des Magens, Brennessel und Löwenzahn für den Stoffwechsel, Thymian für den Atmungstrakt, Leinsamen für den Darm und viele mehr. Hunde sprechen auf die Pflanzentherapie auch sehr gut an. Die Verabreichung von Kapseln für Hunde gestaltet sich meist leichter als die für Katzen, da Hunde im Allgemeinen nicht so wählerisch sind als die Samtpfoten. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Aber auch hier gilt: mit Feuchtfutter, Topfen, Frischkäse,… gemeinsam verabreichen.

 

Wie wirken Phytotherapeutika/Heilpflanzen?

Drogen (Pflanzen mit Wirkstoffen) und Drogenextrakte (Pflanzenextrakte mit Wirkstoffen) werden nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) formal als ein Wirkstoff betrachtet.

Phytotherapeutika oder Heilpflanzen zeichnen sich Wirkstoff durch ihr komplexes natürliches Gemisch aus, das sich aus einer Vielzahl von chemischen Substanzen zusammensetzt und mehrere Prozesse gleichzeitig auslöst (eine Multi-Target-Wirkung entfaltet). Sie sind Vielstoffkomplexe, deren Zusammensetzung, und damit ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, durch die Qualität des Ausgangsmaterials und durch den Herstellungsprozess bestimmt werden. 

Pflanzliche Arzneimittel sind grundsätzlich auch mehr auf eine übergreifende Wirksamkeit ausgerichtet, während synthetische Therapeutika/Medikamente jeweils eine spezifische Wirkung (Mono-Target-Wirkung) entfalten sollen. Dass es mit Monosubstanzen (Synthetika) nicht einfach ist, punktuell in den Organismus einzugreifen, lässt unerwünschte Nebenwirkungen erkennen. Unerwünschte Nebenwirkungen treten bei Phytotherapeutika deutlich seltener auf. Die Unverträglichkeit von Phytotherapeutika ist zumeist gering. Sie sind daher insbesondere für den präventiven Einsatz und zur Langzeittherapie sehr gut geeignet. Und besonders bei komplexen chronischen Erkrankungen sind sie oft die bessere Wahl.

Heilpflanzen bestehen aus den Hauptwirkstoffen und den Sekundärpflanzenstoffen, wie Gerbstoffen, Bitterstoffen oder Flavonoiden. Diese Stoffe sind nicht zwingend notwendig für das Wachstum der Pflanze, sondern sind Stoffe, die der Pflanze zum Schutze vor Fressfeinden oder anderen Umweltbedingungen dienen. Diese Sekundär-Stoffe sind für uns Menschen oder unsere Tiere sehr wichtig, da es diese komplexen, kraftvollen Verbindungen nirgends sonst gibt.

Sekundärstoffe kann man mit dem Essen eines Apfels gut vergleichen. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man einen Apfel im Ganzen isst (der Vitamin C enthält) oder nur reines Vitamin C als Nahrungsergänzung zu sich nimmt. Im Apfel sind viele wertvolle Komplexe enthalten, die man durch die bloße Einnahme von Vitamin C-Präparaten nicht aufnimmt.

 

Wie verabreiche ich Phytotherapeutika?

 

Es kommt immer auf die Darreichungsform an, also ob das Präparat eine Kapsel oder eine Flüssigkeit in Form eines Tees, bzw. Tropfen sind.  Bei der Eingabe von Kapseln, auf die wir uns spezialisiert haben, ist der Prozess ziemlich einfach. 
Diese Kapsel kann man nun leicht unter das Feuchtfutter mischen oder in ein anderes cremiges Lebensmittel (Topfen, Joghurt, Frischkäse, etc.) tauchen bzw. zusammen mit Leckerlies (Frolic Ring) verabreichen, ohne dass es Ihr Vierbeiner als etwas Unangenehmes ausspuckt. So kann diese Kapselverabreichung mit Freude, mit etwas Positivem verknüpft werden.    Dies ist eine Win-Win-Situation für alle.

Bei Präparaten wie Tees kann man die Flüssigkeit gut über das Futter gießen oder sie ggf. direkt mit einer Spritze eingeben. Einige   Hunde reagieren sehr positiv auf einen Kräutertee und trinken ihn gerne selbstständig.

Öle oder Tinkturen , wie zum Beispiel ein CBD-Öl, die eine hohe Wirkstoff-Konzentration haben, schmecken meist nicht so gut. Dennoch wirken sie sehr kraftvoll und sehr schnell. Solche Präparate werden mit der Pipette direkt in den Mund bzw. in die hochgezogene Lefze des Tieres, ist.

 

Phytotherapie: Starke Wirkung - weniger Nebenwirkungen

Die meisten Erkrankungen haben mehrere Ursachen und führen zu komplexen Störungen. Einzelne Vorgänge im Organismus können der Mensch getrennt betrachten und auf diese Weise besser verstehen. Sie können meist aber nicht separat therapiert werden. Die Komplexität von Erkrankungen spiegelte sich bereits in einem weit verbreiteten Blutbild wider. Mit ihrem Vielstoffgemisch ist die Phytotherapie direkt auf solche komplexen Zusammenhänge ausgerichtet. Natürlich ist der Einsatz von Mono-Target-Wirkstoffen ausreichend angemessen, um zum Beispiel starke Schmerzen zu stillen oder chirurgische Eingriffe zu ermöglichen.

Phytopharmaka besitzen ein breites therapeutisches und pharmakologisches Spektrum und Wirkprofil und zeigen oft weniger Nebenwirkungen als synthetisch hergestellte Arzneimittel.

Der Ursprung der Phytotherapie liegt in der Naturheilkunde, ist jedoch heutzutage ein fester Bestandteil der naturwissenschaftlich orientierten Schulmedizin. Es werden weltweit mehr als 20.000 Pflanzenarten zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet.

 


Bei welchen Beschwerden von Tieren hilft Phytotherapie?

Die Phytotherapie kann bei vielen Beschwerden unterstützend oder sogar als Hauptbehandlung eingesetzt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlungsform die richtige für Ihr Tier ist, ziehen Sie bitte immer eine Fachperson in der Phytotherapie oder einen Tierarzt, der sich zusätzlich mit Phytotherapie beschäftigt, zu Rate. Es gibt Heilpflanzen für fast jede Beschwerde.

Mittels Phytotherapie kann man folgende Beschwerden behandeln:

·        Verdauungsprobleme , wie Magen-Darm-Probleme (Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen), Appetitlosigkeit, Adipositas, Leberprobleme

·       Probleme mit Haut & Fell , Ekzeme, Hautentzündungen, Wundheilungsstörungen/Hautirritation, Allergien, Futtermittelallergie, Fellwechsel

·        Atemwegserkrankungen Husten, Schnupfen, Lungenentzündung, Bronchitis, Asthma

·        Herzerkrankungen , Herzhusten (Husten mit Herzproblemen), Durchblutungsstörungen

·        Muskel- und Gelenksprobleme (Arthrose, Gelenksschmerzen, Rheuma, Muskelverspannungen, Knorpelprobleme)

·        Immunsystem & Infektionen , Stärkung der Abwehrkräfte, wie zB bei Tumoren und bei Infektionen, Ausgleich der Abwehr bei Allergien, Unterstützung bei Erkrankungen & Atemwegsproblemen, Veränderung/Beeinflussung des Immunsystems

·        Blasen- und Nierenerkrankungen Blasen- und Nierenentzündung

·        Verhalten & Nervensystem , Stress, Angst, Unruhe, Nervosität, altersbedingte Demenz, Hyperaktivität

 

Kann ich Phytotherapie selbstständig anwenden oder brauche ich eine Fachperson? 

Phytotherapie kann bei akuten (Husten, Durchfall, Blasen- Nierenentzündungen, Magenproblemen) und chronischen Beschwerden selbstständig angewendet werden. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die akute Beschwerde - bei gutem Allgemeinbefinden (!) des Tieres - sich innerhalb kurzer Zeit (2-3 Tage) bessern muss, sonst sollte ein Tierarzt kontaktiert werden.  Ebenso bei unerklärlichem, plötzlichem Erbrechen des Tieres, kontaktieren Sie bitte ihren Tierarzt.

Chronische Erkrankungen (zB der Gelenke, der Leber, des Herzens, der Schilddrüse) können Sie selbstständig mit der Therapie beginnen. Falls zusätzlich Medikamente eingenommen werden, kann ggf. mit dem Tierarzt zusammen überlegt werden, ob man synthetische Medikamente reduzieren könnte. Ansonsten ist die zusätzliche Phytotherapie immer eine gute Unterstützung für das Allgemeinwohl des Tieres.

Kompetente Ansprechpartner für eine professionelle Beratung sind Phytotherapeuten, sowie Tierärzte mit entsprechender Zusatzqualifikation. Sie können auch gerne mit uns Kontakt aufnehmen, da sich in unserem Team eine langjährig erfahrene Tierärztin im Bereich der Phytotherapie befindet. Senden Sie uns hierzu eine Mail mit Ihrem Anliegen über unser Kontaktformular oder kontaktieren Sie uns über unsere Mail-Adresse: kraeutereckfuertiere@gmail.com. Gerne unterstützen wir Sie bei der Wahl Ihres passenden Produktes.

 

Wie schnell wirken Phytotherapeutika/Heilpflanzen?

Die Wirkdauer der Phytotherapie variiert je nach Art der Beschwerden, Darreichungsform, Wahl der Arzneimittel und einzelnen Faktoren. Bei akuten Beschwerden wie Durchfall, Husten oder Magenproblemen kann die Wirkung schon innerhalb weniger Stunden eintreten. Chronische Erkrankungen wie Arthrose, Leberprobleme oder Immunschwäche erfordern jedoch mehr Geduld – erste Effekte zeigen sich meist nach einigen Tagen bis einigen Wochen. Eine positive Wirkung entfaltet sich oft schnell, während die volle Wirkung nach einem längeren Zeitraum sichtbar wird (Wochen bis Monate).

 

 Was galt es über die ersten Schritte in der Phytotherapie zu wissen?

Für den Einstieg in die Phytotherapie sind grundsätzliche Aspekte zu berücksichtigen:

Ein Medikament ist nicht gleich mit einer Pflanze oder einem Pflanzenkomplex zu ersetzen.
Ein spezifisch wirkendes synthetisches Arzneimittel (Mono-Target-Wirkstoff) lässt sich in der Regel nicht einfach durch ein Phytotherapeutikum (Multi-Target-Wirkstoff) adäquat ersetzen. In der Praxis geht es in den meisten Fällen darum, durch präventive und zielgerichtete Phytotherapie den Einsatz von nebenwirkungsreichen Synthetika zu verhindern oder zu minimieren.

Heilkräuter sind nicht schwach, ihre Wirkung hat viel mehr Reichweite. 
Die oft im Vergleich mit Synthetika unterstellte schwache Wirkung von Phytotherapeutika resultiert aus einem entsprechenden monokausalen Denken und Verstehen. Phytotherapeutika entfalten eine ganze Bandbreite regulatorischer Impulse und in besonderen Fällen ist ihr Einsatz der Vorzug gegeben. Insbesondere mehrfach erkrankte Patienten profitieren vom breiten Wirkungsspektrum der Phytotherapeutika. 

·       Für eine gute Wirkung der Phytotherapeutika ist eine regelmäßige und längere Eingabe erforderlich, da sie sanft und doch kraftvoll, ganzheitlich wirken. Mit Geduld und Konsequenz optimieren Sie den gesamten Organismus nachhaltig.

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